Vereinsgeschichte
Die Gründerjahre
Am 24.09.1958 findet in der Volksschule Hesselteich die Gründungsversammlung der Spielvereinigung Hesselteich-Siedinghausen (HSV) statt, auf der der Schulleiter Helmut Hoge zum 1. Vorsitzenden gewählt wird.
Für den Jahresbeitrag von 6,- DM bietet der Verein seinen Mitgliedern die Sportarten Gymnastik, Turnen, Leichtathletik und Handball an. Zum Vereinslokal wird die Gaststätte Uhlenbusch bestimmt, da dort der Saal als Turnhalle genutzt werden kann und eine in der Nähe liegende Wiese als Sportplatz zur Verfügung steht.
Vier Wochen später hat der Verein bereits 120 Mitglieder und nach einer erfolgreichen Spendenaktion können die ersten Trikots und Turngeräte angeschafft werden. Das Gründungsfest am 29.11.1958 bei Uhlenbusch bestätigt die Presseankündigung: „Wie bei allen Festen in Hesselteich kann man mit viel Abwechslung und guter Stimmung rechnen."
Im folgenden Jahr kann der HSV, dank des Einsatzes des 1. Vorsitzenden, schon bald ein Reck und einen Barren sein Eigen nennen. Der Höhepunkt des Jahres ist das 1. Turn- und Sportfest im August: neben den Handballern zeigen auch die Turner und Leichtathleten an diesen Tagen, was sie schon gelernt haben. Das Einlagespiel der beiden Landesligisten Versmold und Borgholzhausen und der Festball bei Uhlenbusch sind die Ereignisse an diesem Wochenende.
Im Feldhandball erreicht die Seniorenmannschaft in der 2. Kreisklasse einen achtbaren Tabellenplatz.

So sah die Mannschaft der Spvg. 1959 aus: hinten v.l.: Kassierer Erwin Kleine-Tebbe, Manfred Scholz, Hans-Jürgen Wohlfarth, Karl-Ludwig Possehl, Erwin Gennrich, Fritz Uthmann, Wilfried Kampsmann, Vorsitzender und Vereinsgründer Helmut Hoge; vorne v.l.: Franz Möllenbeck, Horst Leeker, Gustav Sieker, Egon Marowsky, Karl Quaschny, Dieter Schweppe
Die sechziger Jahre
Bei der Jahreshauptversammlung 1960 bemängelt Sportkamerad Erwin Gennrich: „Es ginge nicht an, dass ein Teil der Spieler ernstlich trainiere, während die anderen im Vereinslokal wären.". (Anm.: So sehr haben sich die Zeiten also doch nicht geändert.) Es kommt aber noch ein anderes Problem auf den jungen Verein zu: der Sportplatz muss auf die andere Seite der Casumer Straße verlegt werden. Bis das Gelände nutzbar ist, sind noch zahlreiche Arbeitsstunden zu investieren. Was liegt da näher, als dass Schulleiter Hoge kurzerhand ein paar Schulstunden an die frische Luft verlegt. Schließlich ist ein Teil des Waldes gerodet, im August kann der neue Sportplatz eingeweiht werden.
Im Dezember des Jahres 1962 verunglückt der Vorturner Gerhard Borgstedt. Von diesem Schlag erholt sich die Turnabteilung nicht mehr, sie löst sich in den folgenden
Jahren auf. Im Jahre 1963 wird der 1. Vorsitzende Helmut Hoge nach Vlotho
versetzt. Man ernennt ihn zum Ehrenvorsitzenden und wählt Otto Voßebrink zu
seinem Nachfolger.
Die Turner ca. 1960 - erkennen Sie sie?
v.l.: Siegfried Höppner, Jochen Niedermowwe, Friedhelm Voßebrink, Arnold Kühn, Manfred Schütte
Als im November des gleichen Jahres der Hallenhandball beginnt, müssen die Hesselteicher leider ohne entsprechendes Training daran teilnehmen. Trotzdem wird die Mannschaft 1967 Meister der 3. Kreishallenliga. Im Feldhandball steigt der HSV 1965 in die 1. Kreisklasse auf, die er aber nach 3 Jahren wieder verlassen muss.
Die siebziger Jahre
Otto Voßebrink, der den Verein durch schwierige Zeiten gebracht hat, tritt 1972 als 1. Vorsitzender zurück. Rudi Blümel wird sein Nachfolger. In diesem Jahr fällt zum ersten und einzigen Mal das Sportfest aus, zudem muss sich die Spielvereinigung ein neues Vereinslokal suchen.
1973 wird die 1. Mannschaft Meister der 2. Kreisklasse und der Verein wird Mitglied des neuen Stadtsportverbandes. Ein Jahr später gewinnt man zum ersten Mal das eigene Turnier und feiert die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse der Hallenserie. Aber auch der Nachwuchs macht auf sich aufmerksam: die A-Jugend wird 1975 überlegen Meister. Einige dieses legendären Jahrgangs 1957 werden später zu Stützen der 1. Mannschaft. Ein Jahr später wird die Feldhandballserie endgültig aufgelöst.

Die Meistermannschaft 1973: stehend v.l.: Betreuer Rudolf Blümel, Gerd Diekmann, Herbert Sieker, Hans-Wilhelm Wacker, Rolf Hestermeier, Wolfgang Beuge, Heinz Flottmann, Uwe Kempa, Ersatztorwart Gustav Sieker, Karl-Ludwig Possehl; kniend v.l.: Hans-Wilhelm Büttner, Heinz Kaldeweide, Hans-Dieter Wanfahrt, Rudolf Vierecke, Friedrich-Wilhelm Schütte. (Nicht auf dem Bild: Rolf Uthmann und Horst-Günter Brune.)
1977 wird Herbert Sieker zum Geschäftsführer gewählt. Ab sofort ist Schluss
mit lustig, denn nun müssen die Strafgelder aus der eigenen Tasche bezahlt
werden. Herbert verbessert mit der Eichhörnchenmethode kontinuierlich die
wirtschaftliche Lage des Vereins. Seine Maxime: „viel einnehmen - wenig
ausgeben".
Und noch eine wichtige Entscheidung fällt in diesem Jahr: Bernhard Kempa
wird Trainer der Senioren.
Die achtziger Jahre
Im Jahre 1980 wird Friedhelm Voßebrink zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Aufschwung des Vereins erreicht seinen vorläufigen Höhepunkt: der „kleine HSV" wird Meister der Kreisliga (heute 1. Kreisklasse) Gütersloh.
Nach der Meisterfeier im Vereinslokal Vahlenkamp gibt es in Siedinghausen plötzlich einen rotschwarzen Zebrastreifen und auch einige andere Dinge erstrahlen in den Vereinsfarben der Spielvereinigung. Die C-Schüler werden in diesem Jahr ebenfalls Meister. Keiner ahnt, dass es für lange Zeit die letzten Titel sind.
Kalle mit der Kelle, wie Karl Behnke von den Fans gerufen wird, kommt nach kurzem Gastspiel bei der Spvg. Versmold zum HSV zurück. So wird das Ziel Klassenerhalt in der Serie 80/81 realisiert.
Meister der Kreisliga 1980:
stehend v.l.: Trainer Bernhard Kempa, Rolf Uthmann, Manfred Laumann, Karl Behnke, Gerald Klekamp, Jürgen Uthmann,
Volker Wehmöller, Herbert Sieker; kniend v.l.: Hartmut Eppe, Hans-Werner Dauer, Friedrich-Wilhelm Schütte, Karl-Heinz Grolle, Rolf Hüllinghorst, Hans-Wilhelm Büttner, Betreuer Heinz Weigang.
Das Skandalspiel des Jahres ist die Partie gegen die TG Hörste: zwei Hesselteicher Spieler werden vom Platz gestellt und das Spiel wird abgebrochen. Der „Würger" und der „Küsser" werden lange gesperrt. Belegt die „Erste" in der Serie 81/82 noch einen gesicherten Mittelfeldplatz, so ist nach der Serie 82/83 das Abenteuer Kreisliga vorbei. Doch trotz des Abstiegs in die 1. Kreisklasse, sind die Feierlichkeiten anlässlich des 25jährigen Jubiläums ein voller Erfolg. Im gleichen Jahr feiert die Feuerwehr ihr 75jähriges Bestehen. Der Sportverein ist bei herrlichem Wetter vor dem Gerätehaus zahlreich vertreten. Friedhelm Voßebrink: „Herbert konnte nicht so schnell bezahlen, wie getrunken wurde." In den folgenden Jahren belegt die 1. Mannschaft immer vordere Plätze und verpasst oft nur knapp den Wiederaufstieg. Pfingsten 1986 fährt eine Reisetruppe zu einem Turnier in das ostfriesische Wiesmoor. Danach meinen mindestens 10 Mitfahrer, sie seien das 100. Mitglied geworden.
Für die Serie 86/87 meldet der Verein erstmals 3 Senioren-Mannschaften, hat aber leider keine Jugendmannschaft mehr. Um die Lücke beim Sportfest zu füllen, wird ein Großfeldturnier ins Leben gerufen. Im Jubiläumsjahr 1988 kann das sportliche Desaster gerade noch verhindert werden. Durch einen Sieg in der „Hölle" von Mastholte sichert man sich den Klassenerhalt. Über den Sportlerball in der Rundheide, es wird u.a. ein Showprogramm geboten, spricht man in Hesselteich noch lange.
Die neunziger Jahre
1990 ist für den HSV eines der bedeutendsten Jahre. Die Radsportabteilung wird gegründet und Gerald Klekamp beginnt, eine neue Jugendabteilung aufzubauen. Der Verein erwacht förmlich zu neuem Leben. Die Serie 90/91 ist für die kleinen Hesselteicher nicht einfach. Sie müssen viel Lehrgeld zahlen, aber sie freuen sich auch riesig über jedes geworfene Tor.

Das erste Training der Jugendabteilung im Jahre 1990
In der 1. Mannschaft gibt es vor dieser Serie einen Umbruch. Altgediente Spieler treten ins zweite Glied und bilden eine starke 3. Mannschaft, die dann auch souverän den Titel in der 4. Kreisklasse holt. Die Mannschaftskasse wird, wie Herbert Sieker es ausdrückt, auf Mallorca sinnlos verprasst. Auch die „Erste" belegt völlig unerwartet den zweiten Platz und steigt in die „Bundesliga" (Kreisliga) auf. Doch am meisten wird in den folgenden Jahren im Jugendbereich bewegt. Beim Schnupperlauf der FW Oesterweg im Jahre 1993 sind 45 von 96 Startern „Schwarzwälder Kirschtorten", wie die Hesselteicher wegen ihrer rotschwarzen Trikots genannt werden. In 8 Jahren holen die Jugendmannschaften 9 Titel, darunter 3 Kreispokalsiege, nach Hesselteich. Der Verein hat etliche Kreisauswahlspieler in seinen Reihen und für die zur Zeit 11 Jugendmannschaften stehen ca. 25 Betreuer ehrenamtlich zur Verfügung. Die 1. Mannschaft steigt nach einem Jahr wieder aus der Kreisliga ab. Dadurch verliert man einige Leistungsträger und in den nächsten Spielzeiten ist sogar in der 1. Kreisklasse Abstiegskampf angesagt. Erfreulich ist in diesen Zeiten nur die sportliche Fairness, mit der man in der Serie 94/95 Schlagzeilen macht. 1996 erwischt es die Truppe dann doch. Ganz bitter ist dies für Geschäftsführer Rolf Uthmann, der zum Abschluss seiner Karriere in der „Ersten" noch absteigen muss. In der 2. Kreisklasse will der Verein allerdings nicht lange bleiben. Und so kann eine durch „alte" Hesselteicher verstärkte Mannschaft 1998 den Wiederaufstieg feiern.
Die Radsportler treten 1993 dem Bund Deutscher Radfahrer bei und der „Kölken-Cup" wird zur offiziellen OWL-Bezirksmeisterschaft im Einzelzeitfahren. Der „kleine HSV" steht nun sogar im überregionalen Sportteil der Tageszeitungen. Mitte der neunziger Jahre sind bereits wieder 40% der Vereinsmitglieder jünger als 18 Jahre. Dies muss wohl den 2. Vorsitzen Hans-Wilhelm Wacker bewegt haben, auch den Vorstand zu verjüngen. Er tritt 1996 nach 23 Jahren (!) zurück. 1997 wird der HSV-Stammtisch eingeführt, zu dem sich alle 2 Monate interessierte Mitglieder bei Vahlenkamp treffen und ein wenig Vereinspolitik betreiben.
Im Jahre 2001
Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte: Die weibliche C Jugend
wird Westdeutscher Handballmeister!!!
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Außerdem ist ein neuer Vorstand gewählt worden. Eine neue Ära beginnt.
Hartmut Eppe ist nun statt Friedhelm Voßebrink neuer Vorsitzender des Vereins.
Auch das Amt des Geschäftsführers ist von Rolf Uthmann an Michael Reimus
abgegeben worden.
Im Jahre 2002
Nach sechs Bezirksmeisterschaften der
Jugendmannschaften in den vergangenen
fünf Jahren hat die Spvg. Hesselteich erstmals auch einen Oberligisten:
Am 25.05.2002 gelang der männlichen B1-Jugend mit den Trainern Michael Reimus und
Jürgen Höppner in einer dramatischen Entscheidungsrunde nach Siebenmeterwerfen
gegen TV Sachsenroß Hille der Aufstieg in diese Klasse.
Im Bereich der männlichen A-Jugend werden erstmals neue Wege beschritten: Die
JSG Halle/Hesselteich/Hörste wird in der Absicht gegründet, den
leistungsstärkeren Spielern aus den drei Handballorten eine Spielmöglichkeit
in der Bezirksliga zu verschaffen. Das Experiment misslingt, die jungen Männer
scheitern bereits in der ersten Qualifikationsrunde auf Kreisebene, die JSG wird
nach einem Jahr wieder aufgelöst.
Immer beliebter werden die Pfingstfahrten der Handballer: Nach vier
Camping-Ausflügen zum SV VIOS Heythuysen in den vergangenen Jahren wurde in
diesem Jahr das Turnier des SV Schedetal-Volkmarshausen besucht. Hesselteich
reiste mit 166 Personen und 15 gemeldeten Mannschaften an und stellte in der
38jährigen Turniergeschichte des Gastgebers einen neuen Teilnehmerrekord
auf.
Im Jahre 2003
Erneut ein Jahr mit "Rekordmeldungen": Erstmals nehmen 4
Herrenmannschaften am Spielbetrieb teil. Neben einer Damenmannschaft hat die
Spvg. auch alle 11 Jugendklassen, zum Teil sogar doppelt, besetzt (13
Mannschaften). Wie im Vorjahr steigen 4 Jugendmannschaften in Leistungsligen
auf (Oberliga: weibliche A + männliche B 1 / Bezirksliga: männliche A +
weibliche B).
Es boomt in allen Bereichen: Bei der "HSV-Party" im CC 21 ist
der Laden rappelvoll, zum Sportfest erscheinen bei brütender Hitze 142
Mannschaften und 143 Radsportler, beim Oesterweger Feuerwehrlauf erreichen 127
HSV-Handballer das Ziel, Pfingstzeltlager werden mit gut 180 Personen in
Volkmarshausen und einer kleineren Delegation in Heythuysen durchgeführt. Der
Verein hat ca. 450 Mitglieder.
Im Jahre 2004
Unter Trainer Rolf Hüllinghorst gelingt unseren Damen der Durchmarsch durch
die Kreisliga. A-Jugendspielerinnen mit Doppelspielrecht helfen bei den Damen
aus und erreichen als Aufsteiger den 2. Platz in der Kreisliga. Mit zwei
15:7-Erfolgen gegen SuS Stadtlohn und SC Münster 08 gewinnen die Damen ihre
Relegationsgruppe in Bad Oeynhausen souverän und steigen als erstes
Hesselteicher Erwachsenenteam in die Bezirksliga auf.
Ebenfalls mit dem Trainer Rolf Hüllinghorst gelingt unseren 1. Herren die
Meisterschaft in der 1. Kreisklasse und damit die Rückkehr in die Kreisliga.
Im Jugendbereich sind erneut alle Spielklassen besetzt. Mit der weiblichen A,
weiblichen B und männlichen B gelingen im Jugendbereich drei Kreispokalsiege.
Die männliche A unter Michael Reimus wird Staffelsieger in der Bezirksliga.
Auf der HSV-Party im Mai wird die 7jährige Lilly Niedermowwe als 500.
Vereinsmitglied aufgenommen. Auf der gleichen Veranstaltung übergibt
Hans-Wilhelm Wacker dem Verein 12 neue Tore, die im Rahmen eines Schulprojektes
mit seinen Schülern der Gesamtschule Borgholzhausen eigenhändig gefertigt
worden sind.
Gerald Klekamp tritt nach 15 Jahren als Jugendwart zurück und wird durch
Martina Höppner abgelöst.
Das Sportfest vermeldet mit 160 Mannschaften einen erneuten
Teilnehmerrekord.
Im Jahre 2005
Die neuformierte und überwiegend aus der A-Jugend hervorgegangene 1.
Herren unter Michael Reimus erringt im ersten Kreisligajahr zwar die
Herbstmeisterschaft, wird im Saisonfinale aber noch von der HSG
Rietberg-Mastholte vom direkten Aufstiegsplatz in die Bezirksliga verdrängt.
Beim Relegationsturnier der 6 Kreisliga-Zweiten des Handballbezirks Nord um
einen zusätzlichen Bezirksligaplatz erringt der HSV 8:2 Punkte und gewinnt den
direkten Vergleich gegen den punktgleichen TuS Sennelager. Anfänglichen
Jubelstürmen wegen des vermeintlichen Aufstiegs folgen Tränen der
Ernüchterung. Staffelleiter Keienburg erklärt nach vorheriger anders lautender
Auskunft den TuS Sennelager aufgrund des besseren Torverhältnisses zum Sieger
und Aufsteiger in den Bezirk. Hesselteich beschreitet den kompletten
Instanzenweg bis zum DHB-Bundesgericht und verliert.
Mit Bernhard Kempa kehrt ein "alter Hesselteicher" als neuer
Herrentrainer zur Saison 05/06 nach Hesselteich zurück.
Der "westdeutsche Meister-Jahrgang 1985/86" der Mädchen spielt seine
letzte gemeinsame Jugendsaison in der Oberliga und verpasst als Dritter knapp
die Teilnahme an der Westfalenmeisterschaft. Als Trost bleibt den Mädchen der
Kreispokal und eine "Gänsehaut-Abschiedsrede" von Heinz-Jürgen
Flügge der den Mädchen mit Trainerkollege Andreas Flottmann die
Abschiedstrikots überreicht: Jugendhandball in Hesselteich - es war 'ne
geile Zeit !
Auf der Rückseite der Trikots folgt die unglaubliche Erfolgsgeschichte: 4 x
Kreismeister, 6 x Bezirksmeister, 7 x Kreispokalsieger, Westfalenmeister,
Westdeutscher Meister, ein paar Tränen und jede Menge Spaß....
Im Jugendbereich bleiben alle Staffeln besetzt, das traditionelle Pfingstcamp in
Volkmarshausen mit knapp 200 Hesselteichern muss aufgrund sintflutartiger
Regenfälle evakuiert werden.
Und wie lief das Sportfest? Na, klar -Teilnehmerrekord, 161
Mannschaften!
Im Jahre 2006
Nach einem erneuten 2. Platz in der
Kreisliga hinter dem TuS Brockhagen IV geht unsere 1. Herren wiederum in den
Hoffnungslauf "Bezirksligarelegation" und tritt am 14.05.06 in
Bielefeld-Stieghorst an. Nach kämpferischer und spielerischer Topleistung
stehen nach den ersten drei Spielen 5:1 Punkte auf dem HSV-Konto (13:12 gegen HT
SF Senne, 12:12 gegen TBV Lemgo IV, 13:6 gegen BSV Roxel) und im
"Endspiel" gegen TSV Hahlen II hätte bereits ein Unentschieden
genügt. Leider können unsere Jungs den Zwischenstand einer 7:5-Führung in der
2. Hälfte nicht über die Zeit bringen und verlieren mit einem Tor Unterschied.
Den Bezirksligaaufstieg bejubelt der TSV Hahlen II und wir werden aufgrund des
Torverhältnisses hinter TBV Lemgo IV Relegationsdritter. In Heiner
Steinkühler, Patrick Bettmann und Sebastian Höllmer verlassen Leistungsträger
unser Team und heuern bei höherklassigen Vereinen aus der Nachbarschaft an.
Die 2. Herren unter Trainer Rolf Hüllinghorst wird Meister in ihrer
Spielklasse und steigt in die 1. Kreisklasse auf.
Die Damen sichern frühzeitig den Bezirksligaklassenerhalt. Wir lösen zur neuen
Serie 2006/2007 die weibliche A-Jugend auf und melden stattdessen eine zweite
Damenmannschaft in der 1. Kreisklasse an.
Elke Rick-Hölscher und Jürgen Höppner führen unsere weibliche C in die
Bezirksliga.
Im Jahre 2007
Am 04.03.07, 17.29 h, haben wir den "ersten Landesligisten der Vereinsgeschichte": Unsere Damen gewinnen am fünftletzten Spieltag mit 18:26 beim SV Brackwede und die Konkurrenz spielt so, wie wir es wünschen.

hinten von links: Kerstin Schröder, Sarah Hirsch, Katrin Flottmann, Sandra
Rühenholl, Conny Skurk, Melanie Großekathöfer, Maike Plogmann, Nadine
Sewiemöller,
vorne von links: Jasmin Mittendorf, Victoria Flügge, Andreas Flottmann,
Jaqueline Howe, Josefine Röper, Jana Klekamp, Heinz-Jürgen Flügge.
es fehlte: Julia Tewes
Im Jahre 2008
Am 19. April 2008, 19.30 h, sind auch unsere Herren in der Bezirksliga angekommen: Die Anzeigentafel strahlt mit Spielern und Fans um die Wette und verkündet das 23:20 für den Heimverein gegen die TSG Harsewinkel 2. Nach knapp verpassten Aufstiegen in den Vorjahren, zweimal in der Relegation gescheitert, davon einmal durch Funktionäre und Sportgerichtsbarkeit um den Erfolg gebracht, und immer wieder weiteren Abgängen von Leistungsträgern hat uns ein junges Team mit diesem Aufstieg einen sensationellen Erfolg beschert, den eigentlich in diesem Jahr niemand erwartet hatte.

Das Bild zeigt nicht alle „Aufsteiger“, zum Team gehören in diesem Jahr: Matze Höppner und Pascal Stroik im Tor, Sebastian und Alexander Koch, Carsten und Patrick Grüntkemeier, Olli Lünstroth, Henning Wiefel, Chris Klekamp, Marcel Bohnensteffen, Dennis Birkenhäger, Michael Schaldach, Mölli Möhlmann, Tim Bentrup, Thomas Büttner, sowie die „Aushilfen“ Timo Lipper, Olli Weber und Jochen Strieckmann. Als Trainer schreibt Bernhard Kempa damit erneut Geschichte in Hesselteich, unterstützt von Michael Bohnemeier, Maik Detert, Axel Schwarz und Physiotherapeuthin Kathrin Rolf.
Auch die zweite Herren ist erfolgreich und hält die Kreisliga.
Leider muss unsere 1. Damen nach nur einem Jahr die Landesliga wieder verlassen.
Im Jugendbereich sind alle Klassen mit Ausnahme der weiblichen A besetzt, die männliche A und B spielen weiterhin in der JSG Borgholzhausen/Hesselteich.
Weitere Höhepunkte kennzeichnen das Jahr 2008:

Unser 50jähriges Bestehen feiern wir mit ca. 600 Gästen in allen Räumen im CC 21 in Hesselteich. Unsere Showgruppe führt mit Sketchen und Musik die begeisterten Zuschauer auf einer „Zeitreise“ durch 50 Jahre Vereinsgeschichte.

Auch unser Sportplatz wird in Eigenleistung erweitert: Wir bauen zwei Beachplätze, nehmen drei Rasenplätze hinzu, umzäunen das neue Gelände und präsentieren jetzt auch einen festen Duschcontainer. Bobby Wacker baut in Schulprojekten an weiteren neuen Toren und kann auch dort den gestiegenen Bedarf befriedigen.
Wartet es ab, demnächst schreiben wir diese Geschichte fort!